Manchmal hören wir ein Lied hundertmal – und beim hundertundersten Mal berührt es uns plötzlich auf eine ganz andere Weise. Nicht, weil sich das Lied verändert hat. Sondern weil wir uns verändert haben.

Wenn ich Landslide von Fleetwood Mac höre, denke ich genau an diese leisen Phasen im Leben. An Zeiten, in denen im Außen vielleicht noch gar nichts passiert ist und wir tief in uns trotzdem spüren: Etwas ist nicht mehr so, wie es einmal war. Und vielleicht wird es auch nicht mehr so werden.

Ich glaube, Veränderung beginnt nur selten mit einer großen Entscheidung. Sie beginnt viel früher und oft ganz leise. Mit einem Gedanken, der immer wieder auftaucht. Mit einer Sehnsucht, die sich nicht mehr wegschieben lässt. Oder mit dem Gefühl, dass das Leben, das einmal genau richtig für uns war, plötzlich nicht mehr ganz zu dem Menschen passt, der wir heute sind.

Und genau das macht Veränderung manchmal so schwer. Denn wir müssen nicht immer etwas verlassen, weil es schlecht war. Manchmal war es sogar sehr lange gut. Es hat zu uns gepasst, uns getragen und war ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Doch während im Außen scheinbar alles gleich geblieben ist, haben wir uns im Inneren weiterentwickelt. Und irgendwann merken wir, dass wir nicht mehr dieselben sind.

Denn manchmal beginnt ein neuer Weg nicht in dem Moment, in dem wir losgehen. Sondern in dem Moment, in dem wir ehrlich wahrnehmen, wo wir innerlich längst angekommen sind. Zwischen den Tönen – Gedanken über Musik, Gefühle und das, was in uns manchmal längst eine Antwort kennt.